weniger ist mehr*

*gilt nicht für Weltfrieden, Gesundheit, Zeit mit Freunden, Erdbeeren, Urlaub, kollektiven Wohlstand, liebe Kinder, Käse auf Pizza, Musik, tolle Menschen, gute Laune und sonnige Tage.

Minimalismus ist mehr als ein Trend. Es ist eine Lebenseinstellung. Minimalistisch leben klingt so nach "verzichten" und das ist es gar nicht! Der Minimalismus hat mich von Tag 1 an bereichert und tut es heute noch. Er wird zunehmen zur Bewegung. Kennst du den gefährlichsten Fluss der Welt? Der Überfluss. Er zerstört die Natur, drückt auf soziale Standards und ist eigentlich nur gewinnbringend für einige wenige eh-schon-Reiche. Minimalismus ist das Gegenteil von Materialismus. Minimalistisch leben, heißt für viele, sich auf das Wesentliche zu fokussieren, und alles einmal auf den Prüfstand zu stellen. Die minimalistischen Ansätze haben mich dazu gebracht, zu erkennen, dass die wichtigen Dinge im Leben auch den entsprechenden Raum haben sollten. Nach Monaten des Lesens und Ausprobierens ziehe ich ein wunderbares Fazit: Hält, was es verspricht! Das Schöne ist, jeder Mensch kann die minimalistischen Ansätze so auf sich anpassen und übersetzen, wie sie oder er will.  Und das schöne ist: 

Alles kann, nichts muss. 

MINIMALISMUS
IN DER KÜCHE

Eine Küche minimalistisch einzurichten heißt für mich, alles zu haben, was man braucht und alles zu brauchen was man hat. Es geht nicht darum einen Contest im "wenig besitzen" zu gewinnen. Du willst deine Küche durchchecken, dann hier eine schonende Herangehensweise:

- Nimm dir zu Beginn erstmal nur eine Schublade nach der anderen vor, und check sie auf Unnötiges. Wenn du keine Lust mehr hast, kannst du unkompliziert aufhören. Solltest du direkt eine große Aufräumsession starten, kannst du schlecht mitten drin aufhören und am Ende sieht es noch unordentlicher aus als vorher :)

- Überlege bei Gegenständen die du aussortierst, ob du sie verkaufen, verschenken oder wegschmeißen willst. Kannst du den Gegenstand zweckentfremden also für etwas ganz anderes nutzen?  

- Denk darüber nach, wie viele Gläser oder Teller du wirklich benötigst. Manche horten zig Kaffee- und Teetassen und nutzen immer die gleichen 5 Lieblingstassen. 

- Unsere Arbeitsflächen sind fast leer. Das hat folgende Hintergründe: 

1. Das sieht nicht nur einladender aus als vollgestopfte Ecken, es ermöglicht auch ein leichtes Abwischen.

2. Leere Arbeitsflächen sind Raum für die Kids. Wenn mein Sohn beim Kochen oder Backen mit hilft, sitzt er auch gern mal auf der Küchentheke. Er kann sich bei uns gut auf das "Rezept" konzentrieren, weil ihn nicht 15 Gewürzdöschen, Briefumschlagstapel, Stifte, Flaschen und sonstige Inhalte von selbstangelegten HotSpots ablenken.

3. Wenn Freunde da sind und mit helfen, haben alle mehr Platz. Keiner muss sich erst "Platz freiräumen". 

- Alle Küchenutensilien, die du oft benutzt, sollten in ergonomischer Höhe sein und schnell zu greifen sein. Im Schrank ganz unten und ganz hinten sollte liegen, was du selten brauchst. Moderne Küchen mit Auszieh-schubladen ermöglichen ein einfaches Reingreifen. Der Schubladeninhalt ist direkt sichtbar.

- Sei bitte ehrlich zu dir selbst. "Das könnte ich in diesem Jahrhundert noch einmal benutzen" ist nicht ganz Sinn der Sache. Vielleicht macht es jemanden anderen viel glücklicher, und du verschenkst es? Wenn wir wirklich Ballast abwerfen willst, dann sei ehrlich was die Nutzungshäufigkeit angeht. Gilt vor allem für Küchenmaschinen und Geräte die viel Platz rauben. 

- Kühlschrank und Tiefkühltruhe ausmisten

- einmal alles rauswischen und Fronten reinigen, Besteckfächer saugen 

Fertig!

 

MINIMALISMUS IM KINDERZIMMER

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Das Kinderzimmer ist ein wichtiger Ort für Dein Kind. Gemütliche Sitz- und Kuschelecken und eine aufgeräumte Umgebung laden zum Spielen und Rumhängen ein. Berge aus Kisten und stapelweise Zeug lenken ab und strengen auf Dauer an. Das Kinderzimmer sollte so gestaltet sein, dass sich dein Kind frei entfalten und entsprechend toben kann. Zu voll gestopfte Zimmer wirken erdrückend und lenken die Sinne deines Kindes zu sehr ab. Eine harmonische, sanfte Umgebung kann beruhigend wirken und stärkt das freie Spiel. 


Hier findet ihr Tipps und Anregungen, die beim ausmisten, einrichten und aufräumen helfen:

  • Überlege Dir, was die 5 liebsten Spielsachen deines Kindes sind. Die sollten schnell zu fassen sein.

  • Offen dekorierte Bücher laden mehr zum lesen und stöbern ein, wie Bücher die in Kommoden liegen. 

  • Welche Spielsachen liegen unbespielt seit Wochen rum? Bloß nicht wegwerfen! Flohmarkt, Babybasar (nach Corona), weitergeben, verschenken, kostenlos abholen lassen oder verkaufen: Möglichkeiten, Baby- und Kinderartikel loszuwerden gibt es viele. Manche werfen sogar noch schönes Geld ab.  

  • Bei kleineren Kindern kannst Du Spielsachen entfernen, wenn dein Kind gerade nicht zu Hause ist. Manche Eltern umgehen damit den psychologischen Effekt "wenn es weg soll, dann will ich es grade behalten." Die meisten Kinder merken nicht mal, das was fehlt. 

  • Größere Kinder kannst Du bewusst mit in die Aktualisierung des Spielzeugbestandes einbinden. Es kann sich einen Text für die Verkaufs-Anzeige überlegen, das Geld in die Spardose werfen, es kann die Sachen verschenken und einen Brief dazu legen. Verschenken kann richtig Spaß machen!

  • Kommoden statt Kisten und Kartons: kleine Kommoden, Schubladen und geschlossene Regale lassen jedes Zimmer gleich aufgeräumter aussehen. 

  • Regelmäßiges Anschauen der Spielsachen hält die Sammlung aktuell und klein. Manche Eltern haben Regeln wie "für ein neues Spielzeug, kommt ein anderes weg."

  • Kinder lernen viel dabei, wenn Du sie beim "Kategorisieren" mit einbeziehst. Sie verstehen mehr, welche Dinge zu welchen Kategorien zugeordnet werden. Das gilt auch über das Kinderzimmer hinaus.

  • Prüfe, ob das Kinderzimmer so gestaltet ist, dass das abendliche Aufräumen zügig und einfach geht, und dein Kind in einem ruhigen, angemessen Ambiente schlafen und ausruhen kann. 

  • Individualisiere das Kinderzimmer: Fotos der Lieblingsmenschen und ausgewählte, gerahmte Erinnerungsstücke schaffen eine noch vertrautere Umgebung für dein Kind. 

  • Prüfe nach einigen Wochen, ob dein Kind verinnerlichen konnte, wo welche Dinge hingehören und dein Spatz damit mehr Sicherheit in seinem eigenen, kleinen Reich gewinnt.

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für mehr Freiheit im Kopf

Kinder sind so kreativ, wenn man sie lässt. 
Ein gemütliches und aufgeräumtes Zimmer gibt ihnen den nötigen Freiraum. Verwüsten kann man auch das minimalistischste Zimmer :)

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Komm mal runter!

Schon mal das Kinderzimmer aus Augenhöhe deines Kindes betrachtet? Dieser Perspektivenwechsel hat mir beim Einrichten sehr geholfen. "Wie sieht mein Sohn diesen Raum?". Es mag lustig klingen, aber bist Du schon mal durch dein Zuhause aus der Perspektive eines Kindes gekrabbelt oder gelaufen? Mache es mal. Komm mal hier runter und schau dir die Welt an. Du wirst sehen, warum dein Schatz bestimmte Dinge immer wieder tut, die eben genau in seinem Blickfang liegen. Setz dich hin und überlege dir, wie dein Kind spielt und fühle nach, was es noch braucht, damit das Spiel noch schöner wird.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Mutter sein steht für die meisten Frauen wohl auf Platz 1 ihrer Prioritätenliste, so auch für mich. Kurz nach meinem 30. Geburtstag wurde der Traum wahr: Mein Sohn kam auf die Welt. Neben dem Prinzen gab es aber auch noch andere Leidenschaften und Verpflichtungen. Ich war und bin Vollzeit berufstätig, ich wurde mit 28 Jahren in meinen ersten Aufsichtsrat gewählt und mein erstes Buch sollte noch in diesem Leben fertig werden. Irgendwie will das alles erstmal unter einen Hut gebracht werden. Mit ein bisschen Übung wurde da sogar ein Schuh draus. Viel Spaß beim Stöbern durch die Fails, hacks, Tipps und tools. 

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minimalistischer Arbeitsplatz

Für mich bedeutet ein minimalistischer Arbeitsplatz noch konzentrierter und fokussierter arbeiten zu können. Das Auge ist weniger abgelenkt, und die Gedanken fliegen seltener weg. Aufgeräumte Schreibtische erhöhen die Produktivität. Und gegen Style hat ja auch niemand etwas einzuwenden.

Checkliste

Aufgaben sinnvoll planen und erledigen

"Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.“

Johann Wolfgang von Goethe

Wir werden uns hier dem Thema "viele Aufgaben sinnvoll planen und erledigen" strukturiert nähern und Euch viele verschiedene Möglichkeiten präsentieren.